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Südasien erlebt Sonnenfinsternis
14.01.2010 | weltweit
Am Freitag den 15. Januar kommt es in Südasien zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis mit zentraler Verfinsterung. Der scheinbare Durchmesser des Mondes ist in diesem Fall (anders bei einer totelen Sonnenfinsternis) kleiner als die Sonne.
Im größten Teil Afrikas (mit Ausnahme des Westens), in ganz Asien, im Südosten von Europa, im mittleren und nördlichen Indischen Ozean sowie in Teilen des Westpazifiks ist dieses Ereignis als partielle Sonnenfinsternis sichtbar. Hohe Bedeckungsgrade, die zu einer wahrnehmbaren Abschwächung des Tageslichtes führen, werden in Zentral- und Ostafrika, auf den Seychellen, den Komoren und Madagaskar, in Indien, in China, in der Mongolei und in den Ländern Südostasiens erreicht. So erlebt der bekannte Urlaubsort Pattaya in Thailand eine 54prozentige Verfinsterung der Sonnenscheibe.
Die Sonnenfinsternis vom 15.01.2010 wird wegen ihrer Rekordlänge viele astronomisch interessierte Menschen anziehen, auch wenn sie wegen des geringen Bedeckungsgrades der Sonnenscheibe nicht sonderlich spektakulär ist. Mit Kenia und den Malediven passiert der Feuerring touristisch hervorragend erschlossene Urlaubsländer. Über Male, der Hauptstadt der Malediven (Karte) schwebt der Mond für 10m35s vor der Sonne, 20 Minuten später sind es in Jaffna auf Sri Lanka immerhin noch 10m04s.
Die nächste totale Sonnenfinsternis findet am 11. Juli 2010 statt. Der Pfad des Kernschattens liegt dabei über dem Pazifik und dem südlichen Südamerika.
Am 4. Januar 2011 ist die nächste partielle Sonnenfinsternis in Deutschland zu erleben, mit einem Bedeckungsgrad von ca. 75% in Flensburg, etwa 74% in Berlin, ca. 70% in Köln und Frankfurt/Main sowie ca. 68% in München und Stuttgart.
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