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Erst strenger Frost, dann bringt „Jennifer“ neuen Schnee und Sturm
26.01.2010 | Deutschland
In der Nacht zum Mittwoch wird es bei aufklarendem Himmel bitterkalt, es droht strenger Frost von -10 bis -20 Grad und örtlich im Osten sowie einigen Mittelgebirgslagen noch kälter.
Am Mittwoch selbst lässt der Hochdruckeinfluss nach und von Norden her gewinnt das Tiefdruckgebiet „Jennifer“ immer mehr Wetterwirkung auf den deutschen Raum. Als Ableger eines über Skandinavien liegenden Tiefdruckkomplexes wird es von Dänemark Richtung Baltikum abdrehen und dabei für das Wetter in Deutschland ab Mittwoch Nachmittag ordentlich Neuschnee und frische bis starke (an den Küsten und im Bergland auch stürmische) Windböen im Gepäck haben. Dies bedeutet wieder Schneeverwehungen, teilweise können die Unwetterkriterien überschritten werden!
Im Süden von Deutschland wird der Wind am Anfang merkbar schwach ausfallen, später auffrischend. Im westlichen NRW die Ecke Niederrhein über Teile vom Münsterland bis hin zur Nordsee kann es auch Temperaturen leicht über 0 Grad geben. Zwischen Schnee, gefrierender Regen und „leichtes Tauwetter“ ist dort alles möglich.
In den anderen Gebieten von Deutschland wird es nicht reichen, die Kaltluft der letzten Tage komplett auszuräumen. Ergo fällt fast überall Schnee, der besonders in der Nacht zum Donnerstag und am Donnerstag Vormittag selbst für ein ordentliches bis großes Verkehrschaos sorgen kann (und wahrscheinlich wird, in Anbetracht der geringen oder gar nicht mehr vorhandenen Räummittel im Westen und in der Mitte von Deutschland).
Die Großwetterlage wird sich umstellen, die vorherrschende Strömung dreht auf Nordwest. Dies bedeutet, es kommen bis zum Wochenende immer wieder neue Niederschläge mit kalter Polarluft in Richtung Deutschland voran. Es können sich wie beim typischen Aprilwetter Schauerstraßen bilden (mit längeren Schneefällen an den typischen Gebirgsstaulagen) und/oder neue Tiefdruckgebiete lassen ihre Wirkung und Niederschläge zur Sprache kommen, so wie derzeit am Freitag eines im Südwesten von Deutschland nicht unwahrscheinlich ist.
Für die meisten Wintersportorte ist diese Nordwest-Wetterlage die reinste „natürliche Schneekanone“ was man sich vorstellen kann. Immerhin werden von vielen Wettermodellen bis Montag akkumulierte Neuschmeemengen von 10 bis 20 cm, in den Staulagen der Mittelgebirge 20 bis 30 cm und am Alpenrand und den südwestlichen Mittelgebirgen 40 bis 50 cm gerechnet.
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