|
Tote und Verletzte nach Unwetterfront
23.06.2011 | Deutschland
Die heftige Gewitterfront, welche Deutschland am Mittwoch von West nach Ost überquerte, hat zwei Menschen getötet und etliche Schäden verursacht.
In Baden-Württemberg sind zwei Frauen gestorben. Auf dem Bodensee ist eine 57-jährige Kanutin gekentert und ertrunken. Eine 77 Jahre alte Frau wurde in Konstanz von einem umgekippten Erdbeerstand getroffen, sie erlag ihren schweren Verletzungen wenig später im Krankenhaus. In Heidenheim wurde ein fünfjähriges Mädchen schwer verletzt, als ein Ast die Heckscheibe des Autos durchschlug. Ebenfalls schwer verletzt wurde ein Mann in Oberbayern, als ein entwurzelter Baum sein Gartenhaus traf.
Auch in Hessen ging es gut ab: In Griesheim (bei Darmstadt) wurden orkanartige Böen bis 104 km/h gemessen, was der Windstärke 11 entspricht. Im Frankenauer Ortsteil Altenlotheim (Nordhessen) deckte ein Tornado bis zu 20 Dächer ab und beschädigte etwa 30 Häuser zum Teil schwer. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen liegen die Schäden bei mehreren hunderttausenden Euro. Tornadoalarm gab es auch im Kreis Fulda zum Beispiel bei Pilgerzell (an der A7), hier wurden gleich vier Verdachtsfälle gemeldet die jetzt näher untersucht werden. Am Frankfurter Flughafen kam es wetterbedingt zu Verzögerungen im Flugbetrieb.
In Ostdeutschland gibt es selbst am Donnerstag noch etwa 1500 Haushalte ohne Strom, zuvor waren am Mittwochabend durch die Unwetter insgesamt um die 50 000 Kunden von Stromausfällen betroffen.
|