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In fünf Tagen vom Sommer zum Winter
09.10.2011 | Deutschland
Gerade einmal 5 Tage ist es her, dass in Deutschland noch der (Altweiber-)Sommer herrschte. Am vergangenen Dienstag stieg das Quecksilber im Süden, der Mitte und im Osten Deutschlands noch verbreitet auf 21 bis 26 Grad. Am Rhein und seinen Nebenflüssen sowie gebietsweise auch in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt wurde noch einmal ein Sommertag (Höchsttemperatur über 25 Grad) erreicht. Doch das verantwortliche Hoch "Sepideh" ist längst abgezogen und kalte polare Meeresluft hat sich in ganz Deutschland durchgesetzt. Den markanten Luftmassenwechsel brachte die am Donnerstag durchgezogene Kaltfront eines kräftigen Sturmwirbels, der aus dem ehemaligen Hurrikan "Ophelia" hervorgegangen war. Und somit präsentierte sich das Wetter in Deutschland am heutigen Sonntagmorgen nicht mehr spätsommerlich sondern frühwinterlich.
Bei den Temperaturen konnten wir das heute früh im ganzen Land spüren, fast überall war es kälter als 5 Grad, was allerdings für die Jahreszeit keineswegs ungewöhnlich ist. Die ersten Wetterstationen meldeten heute früh auch
schon in 2 m Höhe den ersten Frost der Saison, so zum Beispiel:
Quickborn (bei Hamburg): -1,4 Grad
Wittingen-Vorhop (Niedersachsen): -1,0 Grad
Itzehoe (Schleswig-Holstein): -0,9 Grad
Lautertal-Oberlauter (Oberfranken): 0,0 Grad
In den höheren Lagen gab es nicht nur Frost, sondern auch schon etwas Schnee, wobei sich vor allem in den mittleren und höheren Lagen der Alpen schon eine dicke Schneedecke gebildet hat. Heute früh wurden folgende Schneehöhen gemessen:
Zugspitze: 90 cm
Wendelstein (Alpen, 1832 m): 39 cm
Feldberg (Schwarzwald, 1489 m): 22 cm
Großer Arber (Bayerischer Wald, 1436 m): 18 cm
Lange wird sich der Schnee aber nicht halten können, denn von Nordwesten setzt sich bereits ab heute Nachmittag wesentlich mildere Meeresluft durch, die bis Montagmittag auch das Berchtesgadener Land erreichen wird. Somit dürfte der Schnee in den Mittelgebirgen schon sehr bald wieder der Vergangenheit angehören. Mit am Montagmorgen einsetzendem Dauerregen und einer wieder über 2500 m ansteigenden Schneefallgrenze dürfte es aber auch dem Schnee in den mittleren und sogar höheren Alpen arg an den Kragen gehen. Die Bergwanderer wird's freuen, denn zum kommenden Wochenende kündigt sich auf der Wetterkarte schon wieder ein Hoch an.
Mit freundlicher Genehmigung
© Deutscher Wetterdienst
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