Jeden Tag um 13 Uhr folgt hier ein Blick auf die synoptische Mittelfrist in Hessen, Deutschland und Europa. Sie zeigt mögliche Wettertrends etwa von Tag 3/4 bis Tag 7–10. Gerade in diesem Zeitraum kann sich die Entwicklung aber noch deutlich ändern – manchmal schon innerhalb von ein oder zwei Tagen.
Erst sehr mild und oft freundlich, ab der Wochenmitte unsicherer Regen
Der Wettertrend für die kommenden Tage zeigt sich zu Beginn recht stabil, bringt aber im weiteren Verlauf deutliche Fragezeichen mit sich. Zunächst bestimmt Hochdruckeinfluss das Wettergeschehen in Hessen und weiten Teilen Deutschlands. Ab der Nacht zum Mittwoch wächst die Unsicherheit jedoch spürbar an: Die Computermodelle sind sich noch uneinig darüber, wie schnell und mit wie viel Regen ein Tiefdruckausläufer von Westeuropa her übergreift.
Zu Beginn der neuen Woche sorgt Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa für ruhige Verhältnisse, während Tiefausläufer vor allem den Norden Deutschlands streifen und dort für Wind sorgen. In Hessen startet der Sonntag im Bereich der Mitte Deutschlands gebietsweise neblig-trüb. Wie schnell sich die morgendlichen Nebelfelder auflösen, ist regional noch mit Zweifeln behaftet, spätestens bis zum Mittag sollte sich aber vielerorts ein freundlicherer Charakter durchsetzen. Auch am Montag und Dienstag dominiert nach teils dichtem Frühnebel trockenes und oft sonniges Wetter das Geschehen in den hessischen Mittelgebirgen.
Das Temperaturniveau liegt im gesamten Mittelfristzeitraum auf einem sehr milden bis für die Jahreszeit ungewöhnlich milden Niveau. Deutschlandweit werden meist Höchstwerte zwischen 18 und 24 Grad erreicht, wobei im Südwesten entlang des Oberrheins am Dienstag und Mittwoch sogar Werte nahe der 25-Grad-Marke möglich sind. Die Nächte bringen Tiefstwerte zwischen 12 und 6 Grad. Erst zum Donnerstag deutet sich insgesamt eine leichte Abkühlung an.
Der Wetterumschwung kündigt sich ab der Nacht zum Mittwoch an. Von Westen her zieht voraussichtlich schauerartiger oder länger anhaltender Regen auf, der auch Hessen erfassen kann. Am Mittwoch und Donnerstag wird es insgesamt wechselhafter, und nennenswerte Niederschlagsmengen sind nicht ausgeschlossen. Allerdings ist der genaue Ablauf noch erheblich unsicher: Während einzelne Modellberechnungen kräftige Regenfälle zeigen, deutet die Mehrheit der Ensemble-Berechnungen darauf hin, dass das Tiefdrucksystem weiter westlich über Südwesteuropa abtropft und die Niederschlagsmengen über Deutschland geringer ausfallen könnten. Während im Westen Deutschlands der Regen einsetzt, bleibt es im Osten Deutschlands voraussichtlich noch bis zum Donnerstagabend weitgehend trocken.
Im späteren Prognosehorizont ab Donnerstag sprechen drei von vier Modellgruppen für eine anhaltend wechselhafte westliche Strömung über Mitteleuropa. Eine Außenseiterlösung sieht dagegen ein erneutes Blockierungshoch über unserer Region. Aus heutiger Sicht deutet sich für die erweiterte Mittelfrist jedoch eher ein Übergang zu einer unbeständigen Westwetterlage an.
Echte Unwettergefahren zeichnen sich für Hessen derzeit nicht ab. Das Hauptaugenmerk liegt in den Nächten und Frühstunden auf teils dichtem, warnrelevantem Nebel, während an den deutschen Küsten zu Wochenbeginn stark böiger bis stürmischer Westwind erwartet wird.
Letzte Aktualisierung: 01.10.2026 - 12:59 Uhr