Hier, was gehtn bald ab?

Am Rande eines Hochdruckgebietes über Westrussland fließt anfangs noch kühle Luft von Osten ein. Ab dem heutigen Nachmittag greifen in den kommenden Tagen wiederholt Tiefausläufer von Westen über und gestalten das Wetter wechselhaft.

WIND: In der Nacht zum Donnerstag in exponierten Berglagen Windböen bis 60 km/h (Bft 7) aus Süd bis Südwest.

Wechselhaftes Herbstwetter, in Hochlagen windig.

Am Dienstag zunächst teils stark bewölkt, teils heiter oder sonnig. Am Nachmittag aus Südwesten dichtere Bewölkung und vereinzelt etwas Regen, im Nordosten noch heiter und niederschlagsfrei. Höchsttemperaturen zwischen 10 und 14 Grad, im höheren Bergland um 8 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus Ost bis Südost. In der Nacht zum Mittwoch zunehmend stark bewölkt bis bedeckt und zeitweise Regen. Abkühlung auf 9 bis 4 Grad.

Am Mittwoch überwiegend stark bewölkt oder bedeckt und zeitweise Regen. Höchstwerte zwischen 9 und 12 Grad, auf der Wasserkuppe 7 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus Südwest. In der Nacht zum Donnerstag anfangs wechselnd bis stark bewölkt und von Westen rasch abklingender Regen. Anschließend allmählich auflockernde Bewölkung. Tiefstwerte zwischen 7 und 3 Grad.

Am Donnerstag wechselnd bis stark bewölkt und zeitweise schauerartiger Regen. Höchsttemperaturen zwischen 10 und 14 Grad, im höheren Bergland um 8 Grad. Mäßiger bis frischer Wind aus Südwest, dabei vor allem im Bergland starke bis stürmische Böen, zum Abend nachlassend. In der Nacht zum Freitag zunehmend stark bewölkt bis bedeckt und örtlich Regen. Tiefsttemperaturen zwischen 8 und 4 Grad.

Am Freitag stark bewölkt bis bedeckt und häufig Regen. Vereinzelt Gewitter gering wahrscheinlich. Höchstwerte zwischen 10 und 14 Grad, in Hochlagen um 8 Grad. Frischer Wind aus Süd, dabei verbreitet starke bis stürmische Böen, im Bergland vereinzelt Sturmböen. In der Nacht zum Samstag stark bewölkt bis bedeckt und zeitweise regnerisch. Tiefstwerte 7 bis 3 Grad. Starke bis stürmische Böen aus Südwest.

Letzte Aktualisierung: 20.10.2026 - 17:07 Uhr

Unn, danach unn so?

Unn, danach unn so?

Jeden Tag um 13 Uhr folgt hier ein Blick auf die synoptische Mittelfrist in Hessen, Deutschland und Europa. Sie zeigt mögliche Wettertrends etwa von Tag 3/4 bis Tag 7–10. Gerade in diesem Zeitraum kann sich die Entwicklung aber noch deutlich ändern – manchmal schon innerhalb von ein oder zwei Tagen.

Wiederholte Regenfälle und zeitweise stürmischer Wind am Wochenende

Bis einschließlich Sonntag ist der Grundtrend der Wetterentwicklung vergleichsweise gut abgesichert: Auf Deutschland und Hessen kommt ein unbeständiger Witterungsabschnitt mit wiederholten Regenfällen und zeitweise stürmischem Wind zu. Größere Unsicherheiten bestehen allerdings noch bei den genauen Zugbahnen, der Zuggeschwindigkeit und der Intensität von zwei Sturmtiefs sowie bei der Frage, wie weit das Windfeld am Freitag nach Osten ausgreift. Ab Montag und Dienstag nimmt die Vorhersagesicherheit in den Modellen dann spürbar ab.

Das Wettergeschehen wird von Tiefdruckgebieten über West- und Nordwesteuropa bestimmt. Ein erstes Sturmtief verlagert sich von Freitag auf Samstag vom Ärmelkanal entlang der niederländischen Küste in Richtung Deutsche Bucht. Am Sonntag folgt von Schottland her ein zweites Tief zur mittleren Nordsee, das sich auf seinem Weg abschwächt und sich bis zur Nacht zum Dienstag über der Deutschen Bucht auffüllt.

Beim Temperaturniveau gibt es wenig Überraschungen: Die Werte bleiben in ganz Deutschland und Hessen insgesamt in einem für die Jahreszeit normal üblichen Bereich.

Am Freitag frischt der Wind in Hessen als Teil der Mitte und des Westens Deutschlands deutlich auf. Es muss verbreitet mit Windböen und stürmischen Böen gerechnet werden, wenngleich das genaue Ausgreifen nach Osten noch Unsicherheiten birgt. In den Gipfellagen der hessischen Mittelgebirge sind Sturmböen bis hin zu schweren Sturmböen oder exponiert auch Orkanböen wahrscheinlich. Ab Freitagabend und in der Nacht zu Samstag greifen von Westen her teils kräftigere Niederschläge über, die jedoch keine warnrelevanten Mengen erreichen. Am Samstag fällt in der Mitte Deutschlands und damit auch in Hessen weiterer Regen, während der Wind abseits der Höhenlagen nachlässt.

Von der Nacht zu Sonntag bis in den Montag hinein überquert ein weiteres Frontensystem Deutschland von West nach Ost mit schauerartigen Regenfällen. Im Westen Deutschlands und in Hessen sind dabei erneut stürmische Böen nicht ausgeschlossen, in exponierten Höhenlagen bleiben schwere Sturmböen möglich. Am Montag folgen im Trogbereich weitere Schauer, bevor der Wind im Tagesverlauf abseits der höheren Lagen abflaut.

Im späteren Prognosehorizont am Dienstag deutet sich durch ein Zwischenhoch eine vorübergehende Wetterberuhigung in Deutschland an, bevor in der Nacht zum Mittwoch von Westen her bereits der nächste Tiefausläufer folgen könnte. Hessen stellt sich somit auf ein windiges und nasses Wochenende ein, bei dem insbesondere in den Kammlagen der Mittelgebirge Vorsicht geboten ist.

Letzte Aktualisierung: 20.10.2026 - 12:59 Uhr